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                                             WIR VERMITTELN       

 
          LESZCZYNA (HAASEL)         WIEGE  DES  SCHLESISCHEN  KUPFERS
     

 

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HERZLICH  WILLKOMMEN  AUF  DEM   NATUR- UND  KULTURLEHRPFAD „HAASELER MULDE“  IM  LANDSCHAFTSPARK  „CHE£MY“ 

IM  BOBER-KATZBACH  VORGEBIRGE

 

 

        Ziel des Lehrpfades ist das Veranschaulichen des charakteristischen Felsprofils des Perms (vor 280-225 Mio. Jahren) und im Besonderen der Epoche des Niederen Zechsteins mit den vorhandenen kupferhaltigen Mergelschichten, die sich im Basaltkonglomerat absetzten und sich bis in die höher gelegenen Kalksteinschichten erstrecken. Gerade hier bietet sich uns die Gelegenheit, Austritte kupferhaltiger Schichten und anderer Ablagerungen, die im gesamten Haaseler Becken vorzufinden sind und sich in nordwestlicher Richtung absenken, direkt an der Oberfläche zu beobachten. Diese Ablagerungen im neuen Kupfergebiet kommen zwischen Lubin (Lüben) und Sieroszowice (Kunzendorf) in einer Tiefe von mehreren Hundert bis über Tausend Metern vor. Durch die Ablagerungen im Zechstein in dieser Region entwickelten sich hier der Kupferbergbau und die Kupferverarbeitung. Im Jahre 1863 entstanden das Bergwerk „Stilles Glück“ sowie die mit demselben Namen versehene und unweit des Bergwerks erbaute Kupferhütte.

        Bei nahezu jedem Schritt können wir auf die Spuren des hier ansässigen Bergbaus und des Hüttenwesens stoßen. Einen Beweis dafür liefern die zahlreich anzutreffenden mit Erdreich umschlossenen Pinge (trichterförmige Vertiefungen aufgrund von eingestürzten Schächten) und Schlackehalden.

          Der Lehrpfad umfasst 17 Stationen und hat eine Länge von drei Kilometern, wobei

ca. 80 Höhenmeter überwunden werden müssen. Die Begehung des Lehrpfads dauert ca. 3 Stunden.

 

DIE GESCHICHTE DES BERGBAUS UND DES HÜTTENWESEN IN DER „HAASELER MULDE”

 

        Wir befinden uns in einem Gebiet, das sich teilweise im Tal des Preussenbachs ausbreitet. Die Geschichte dieser Region ist eng mit der Geschichte der Erschließung und des Abbaus von Kupfererzvorkommen als auch von Feldspatsandstein verbunden. Die sich in der Umgebung befindenden Vorkommen an kupferhaltigem Mergel führten dazu, dass Leszczyna (Haasel) zum Zentrum des damaligen Kupferbergbaus und der Kupferverhüttung wurde. Die sagenumwogenen Anfänge eines organisierten Bergbaus – allen voran des Kupfererzes – in dieser Region reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die erste historische Erwähnung über die Erschließung von Kupfererzvorkommen in der Region Leszczyna stammt aus dem Jahre 1657 und berichtet vom Abschluss der Erschließungsarbeiten. Jedoch müssen diese Arbeiten bereits älteren Datums gewesen sein und nahmen wahrscheinlich nach dem Dreißigjährigen Krieg im 16. Jahrhundert ihren Anfang. Die Bergwerke und die Vortriebarbeiten zur Freilegung der Vorkommen stellten einen bedeutsamen wirtschaftlichen Wert dar. Die erste Hütte wurde im Jahre 1738 in diesem Gebiet erbaut. Der Betrieb der Hütte fiel in die Zeit der Schlesischen Kriege (1740-1743), in deren Folge sich die Produktion deutlich verringerte. Im Jahre 1759 wurde die Verhüttung von Kupfererz aufgrund mangelnden Gewinns eingestellt. In den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts begann man mit der Erschließung von ertragreicheren Vorkommen, sodass die Bergbauarbeiten in Leszczyna nach vorherigen Umbau des Stollens „Charakter“ im Jahre 1786 wieder aufgenommen wurden. Im gleichen Jahr begann man mit dem Abbau der Vorkommen und errichtete einen neuen Schmelzofen. Die Qualität der Kupferschmelze erwies sich jedoch als mangelhaft und die Hütte wurde nach einigen Jahren wieder geschlossen. Weitere Versuche, den Abbau des Vorkommens in der Region Leszczyna voranzutreiben, fanden im Jahre 1860 statt. Die Lagerstätte bestand aus einer 2,8 m dicken Schicht kupferhaltigen Mergels, der hauptsächlich im Stollen „Leszczyna“ geschürft wurde und sich ca. 250 m von den historischen Zwillingsöfen entfernt in südöstlicher Richtung befand. Der immer geringer werdenden Metallgehalt des geschürften Materials sowie der Preisverfall für Kupfer auf dem Weltmarkt führten zu einer sinkenden Produktivität des Unternehmens und letztendlich zur Schließung des Bergwerks im Jahre 1883. Damit fanden der Bergbau und das Hüttenwesen in der Region des „Stilles Glück“ ihr Ende.

        Zur erneuten industriellen Nutzung der kupferhaltigen Mergelvorkommen kam es erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Im Jahre 1934 begann die Firma Buhag mit Abbauarbeiten am linken Ufer des Preussenbachs, die bis zum Ende des Krieges andauerten. Im Jahre 1948 nahm man das Bergwerk abermals in Betrieb und gründete das Bergbauunternehmen „Lena“ in Wilków (Wolfsdorf). Das Erz verfrachtete man in die oberschlesischen Kupferhütten. Nach dem Bau der Kupferhütte in Legnica (Liegnitz) im Jahre 1959 wurde diese der Abnehmer des Konzentrates aus Wilków. Die Entdeckung kupferhaltiger Lagerstätten in der Kupferregion um Legnica und G³ogów (Glogau) sowie die Erschöpfung der Vorkommen führte jedoch zur Schließung des Bergwerks im Jahre 1974.

KALENDARIUM

1657 – Erste historische Erwähnung des Bergbaus in Leszczyn (Haasel)

1738 – Bau der ersten Kupferhütte

1759 – Schließung der Hütte und des Bergwerks

1786-1805 – Wiederaufnahme der Bergbauarbeiten und Bau eines neuen Ofens in 

             Leszczyna (Haasel)

          – Schließung der Hütte nach fehlgeschlagenen Gussversuchen

1860 – Beginn der Bergbauarbeiten im Stollen „Leszczyna”

1863 – Eröffnung der Kupferhütte „Stilles Glück”

1872 – Modernisierung der Kupferhütte

1883 – Schließung des Bergwerks und der Hütte „Stilles Glück”

1934 – Wiederaufnahme von Erschließung und Abbau

1944 – Flutung des Bergwerks

1948 – Entstehung des Bergwerks „Lena” in Wilków (Wolfsdorf)

1957 – Entdeckung von Kupfervorkommen im Sudetenvorgebirge (Lubin (Lüben), 

             G³ogów (Glogau))

1959 – Inbetriebnahme der Kupferhütte in Legnica (Liegnitz)

1974 – Schließung des Bergwerks „Lena”

1992 – Restaurierung und Aufbereitung der Kalksteinöfen in Leszczyn (Haasel)

             für die touristische Nutzung

 

     

 

                                                                                                                                  

 

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       DIE ROUTE WEGE

.      STATIONEN:

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       EINTRITT

 

   1  Zwillingsöfen

   2  Hütte

   3  Profil des Zechsteins

   4  Kalkofen

   5  Probenschacht

   6  Roter Hügel

   7  Zechsteinkalk

   8  Ahorntal

   9  Quellgebiet

 10  Übergangsgebiet der  

        Haaseler Mulde

 11  Aussichtspunkt

 12  Spuren des vormaligen 

        Kupferbergbaus

 13  Quarzsandsteinbruch

 14  Bergwerksstollen

 15  Kupferhaltige Merg

 16  Zeche

 17  Dolomitsteinbruch

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