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                                                 WIR ERKUNDEN         

 
          LESZCZYNA (HAASEL)         WIEGE  DES  SCHLESISCHEN  KUPFERS
     

 

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Auf den Spuren des Schlesischen Kupfers

 

        Die Bergbautradition des Goldberger Landes reicht bis in die Zeit der Piastenkönige Boleslaw I. und dessen Sohn Henrryk I., der Goldberg im Jahre 1211 die Stadtrechte und die Privilegien einer Bergbaustadt übertrug. Dieses Privileg erlaubte die freie Ansiedlung der Bergleute ohne Gebührenerhebung, die Verrichtung eines Handwerks und den Verkauf von Bier. Hier in Leszczyn (Haasel) begannen die Bergleute im 13. Jahrhundert unter der Erde nach Kupferadern zu schürfen.

           In Polen nahmen die ersten Kupferbergwerke nach der Wiedergewinnung  Niederschlesiens in den späten 1940er Jahren ihre Arbeit auf – Zeche „Lena“, Zeche „Nowy Koœció³” und Zeche „Konrad”. In den 1960-1970er Jahren verstärkten Bergleute aus dieser Region massiv die Belegschaften im neuen Ballungsgebiet des Kupfers, welches durch die Zechen in Lubin (Lüben) und in Polkowice (Polkwitz) geschaffen wurde. Ihr Anteil war derart markant, dass damals der berühmte Spruch im Unternehmen KGHM : „Tausche Ingenieursdiplom gegen Lena-Abstammung“ geprägt wurde.

 

 

 

Rennöfen aus dem Haaseler Becken

 

         Bei Rennöfen handelt es sich um Öfen, die zum Schmelzen von Metallen aus Erz mit Hilfe von Holzkohle eingesetzt werden. Diese Öfen wurden aus Stein gelegt und von innen mit einer Masse aus Lehm und Holzkohle (sog. Glasur) verputzt. Sie waren zwischen einem und zwei Meter hoch. Leszczyna (Haasel) und die benachbarten Ortschaften Wilków (Wolfsdorf), Kondratów (Konradswaldau), Sichów (Seichau) sowie Prusice (Prausnitz) sind die Orte, an denen Bergleute bereits vor Jahrhunderten – noch zu Zeiten der Piastenkönige –begannen, in kupferhaltigen Lagerstätten zu schürfen und die mergelartigen Klumpen mit einem Metallgehalt von 0,05-5% weiter zu verarbeiten. Der organisierte Abbau des Kupfererzvorkommens erfolgte – mit Unterbrechungen – seit dem 9. Jahrhundert. Die Förderung übernahmen dabei die Knappschaften. Der erste in Leszczyna vorgetriebene Stollen „Charakter“ entstand der Legende nach in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.

 

 

 

        Es wurde in der Erde gegraben, nicht nur, um zu den kupferhaltigen Schichten zu gelangen sondern auch um überschüssiges Wasser mit Hilfe von Ledersäcken über Seilrollen aus dem Stollen abzuführen. Danach wurde das Erz in Stampfmühlen weiter aufgewertet. Das auf diese Weise erhaltene Konzentrat (das sog. Schlich) hatte einen Kupfergehalt von 10-12%. Dieses Konzentrat erhitzte man in Sinteröfen um den Schwefelanteil zu verringern und den Kupfergehalt nochmals zu erhöhen.

 

 

       In der Bergbau- und Hüttengeschichte des schlesischen Kupfers in diesem Gebiet ist der Abbau und die Verarbeitung einige Male eingestellt aber auch wieder aufgenommen worden. In Leszczyn (Haasel) entstand in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts das Bergwerk und Hütte „Stilles Glück”, in der die Methode des unmittelbaren Schmelzens des Kupfers ohne vorherige Anreicherung angewendet wurde. Die Schmelze bestand aus den unverarbeitetem Kupfermergel und Pyrit. Als Brennstoff diente Koks. Als Ergebnis dieses Schmelzvorganges erhielt man sog. Kupferstein, das aus Kupfersulfit und Eisen mit einem Kupfergehalt von 50% bestand. Dieser Kupferstein wurde im Anschluss zur weiteren Verarbeitung an Kupferhütten in Sachsen und England verkauft. Von der Zeche „Stilles Glück“ (Naturdenkmal) zeugen gegenwärtig noch der Ausgang des Stollens, damalige Schächte und eine Schlackeansammlung.

            Im Jahre 2000 begann der Goldberger Traditionsverein Bergbau in der Haaseler Mulde bei den aus dem 19. Jahrhundert stammenden Zwillingsöfen Schauvorstellungen des traditionellen Metallverhüttung unter dem Namen „Dymarki Kaczawskie“ zu organisieren und den Grundstein eines mittelalterlichen Bergmannsdorfes zu legen.

 

 

                                                                

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